Einsatz in Köln – Barmer Straße, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Nach einer außergewöhnlich hohen Zahl an Rettungsdiensteinsätzen infolge der anhaltenden Hitze hat die Feuerwehr Köln in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Gelände der Koelnmesse eine temporäre Patientenversorgungsstelle eingerichtet. Bereits am Nachmittag registrierte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rund 1.000 Einsätze und damit deutlich mehr als an einem gewöhnlichen Tag. Um die stark belasteten Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten, bat die Feuerwehr gegen 20 Uhr über die Bezirksregierung Köln um überörtliche Unterstützung.
Einsatzkräfte des Oberbergischen Kreises trafen sich daraufhin gegen 23:30 Uhr am Feuerwehrhaus in Wiehl. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung setzte sich der Verband gegen Mitternacht in Richtung Köln in Bewegung. Gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr Köln und der Freiwilligen Feuerwehr Köln wurde auf dem Gelände der Kölnmesse ein sogenannter Behandlungsplatz 50 eingerichtet. Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter zahlreiche ehrenamtliche Kräfte.
Innerhalb kurzer Zeit wurden Feldbetten aufgestellt, medizinische Ausrüstung aufgebaut und die notwendige Infrastruktur für die Patientenversorgung geschaffen. Die Einrichtung ist zunächst für bis zu 50 Patienten ausgelegt und kann bei Bedarf erweitert oder zurückgebaut werden. Dort werden ausschließlich Patienten versorgt, die nach einer medizinischen Sichtung in den Krankenhäusern keine intensivmedizinische oder weitergehende ärztliche Behandlung benötigen. Die Verlegung erfolgt organisiert durch den Rettungsdienst; eine eigenständige Vorstellung ist nicht möglich.
Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet erklärte, dass die Notaufnahmen aufgrund der hohen Einsatzzahlen zeitweise stark ausgelastet gewesen seien. Mit der Patientenversorgungsstelle sollen die Kliniken entlastet und Kapazitäten für akute Notfälle freigehalten werden. Zusätzlich stellte die Feuerwehr weitere Rettungsmittel in Dienst und alarmierte zusätzliches Personal aus der Freizeit. Die anhaltende Hitze stelle jedoch auch für die Einsatzkräfte selbst eine erhebliche körperliche Belastung dar.
Wie lange die Patientenversorgungsstelle in Betrieb bleibt, ist derzeit noch offen. Die Feuerwehr will die Lage sowie die Auslastung der Krankenhäuser fortlaufend bewerten und den Betrieb entsprechend anpassen.
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Quelle: Alexander Franz